Politiker standen Rede und Antwort

 

Werden die Ministerpläne einer allgemeinen Flughöhenbegrenzung von 100 Metern  und einer Beschränkung der Sichtweite für Piloten Realität, drohe dem Hobby von etwa 250000 deutschen Modellfliegern das Aus. Das zumindest befürchten bundesweit Vertreter des Modellflugsports….

Kein Wunder, dass auch in Roßwein Modellbauer auf die Barrikaden gehen und dem Verkehrsminister vorwerfen, sie in Sippenhaft nehmen zu wollen. Nicht zuletzt würde die geplante Reglementierung einer Flughöhe auch den Absturz der Modellbauindustrie bedeuten, die sich zu wirtschaftlicher Größe gemausert hat.

In einer Petition hat der Deutsche Modellfliegerverband dem Bundesverkehrsministerium unmissverständlich seine ablehnende Haltung klar gemacht. Diesem „Veto“ hat sich auch der 30 Mitglieder starke Modellflieger Sport-Club Rosswein angeschlossen.

„Mit einer Flughöhe von 100 Metern können wir nicht leben“, macht Jan Porebinski deutlich. Um einen Segler in die Luft zu schleppen, sind schon 200 Meter nötig“, informiert er. Und was den MFSC-Vorsitzenden besonders ärgert: „dass wir Modellflieger mit den Drohnen in einen Topf geworfen werden“. „Hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet“. Er befürchtet, „dass unser Hobby den wirtschaftlichen Interessen von Großkonzernen geopfert werden soll, die mit Drohnen den Luftraum nutzen, um künftig ihre Kunden zu beliefern. Der MFSC-Rosswein, dessen Mitglieder ihre Motorflieger und Segler über dem Himmel des Flugplatzes in Etzdorf kreisen lassen, sehen 5 Jahre Aufbau- und Jugendarbeit „für die Katz“. Setzt das Bundesverkehrsministerium seine Pläne um, gehören auch Flugwettbewerbe der Vergangenheit an.

„Von einem Ausverkauf an Lebensqualität“. Betrachten die Modellflieger ihr Hobby doch als einen schönen Ausgleich zum beruflichen Alltag. „Ohne uns wäre die Welt etwas farbloser“, ist Vorstand Jan Porebinski überzeugt.

Nicht zuletzt fühlen sich die Roßweiner Modellflieger auch bei der Beschränkung der Sichtweite für Piloten ausgebremst. „Unsere Flugzeuge sind auch in einer Höhe von 300 Metern am Himmel noch gut zu erkennen“, argumentieren sie. Schließlich stellt sich für den vom „Absturz“ bedrohten Verein noch die Frage: „Warum will Minister Dobrindt zu erwartenden EU-Plänen in Sachen Regulierung der Flughöhe für Drohnen mit einer eigenen Initiative zuvorkommen und hofft deshalb dass das „neue Baby“ des Ministers ein „totgeborenes Kind“ ist.

 

 

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Modellflieger kämpfen weiter (Link zum Artikel)