„Erlebniswelt Modellfliegen“ – unter diesem Motto hatte der Flugmodellclub Horstschwalbe Gresaubach am Freitag, 21.07.2017 im Rahmen der Ferienaktion Sommer der Stadt Lebach zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Nachwuchs aus den umliegenden Kommunen zu einem Schnuppertag auf das Vereinsgelände eingeladen. Das liegt überaus idyllisch zwischen Feldern und Wiesen und zeigte sich bei allerbestem Flugwetter als idealer Treffpunkt für alle Flugbegeisterte. Mit aktuell 15 Mitgliedern, darunter gerade mal zwei Jugendliche, erklärte Vorsitzender Oliver Stürmer, könnte der Verein durchaus weiteren Nachwuchs vertragen. Gegründet wurde der Verein 1975, Stürmer trat dem Flugmodellclub „Horstschwalbe“, der seinen Namen von der Gemarkung, auf der das Gelände liegt, hat, bereits als Jugendlicher bei und kann sich noch gut daran erinnern, als er sich anfangs mit dem Fahrrad auf den Weg zum Fluggelände gemacht hat. „Ich war und bin auch heute noch vor allem davon fasziniert, was alles in der Luft bleiben kann“, erzählt er. „Modellbauer brauchen viele verschiedene Kenntnisse, müssen mit Holz umgehen, sich in Elektrotechnik auskennen. Das ist vor allem für die Jugendlichen reizvoll“, sagte er. 

Um auch die Teilnehmer im Alter zwischen neun und 14 Jahren, allesamt blutige Anfänger in Sachen Modellfliegen, auf den Geschmack zu bringen, hatte er sich mit seinen Vorstandskollegen ein abwechslungsreiches und interessantes Programm einfallen lassen. Angefangen vom Bau eines Wurfgleiters über einen Flug am Flugsimulator bis hin zu einer ersten Flugstunde am nagelneuen Vereinsflieger, konnten sich die 14 Jungs so richtig austoben. Bereits kurz nachdem das Programm veröffentlicht wurde, sagte Stürmer, hatte er bereits die ersten Anmeldungen erhalten. „Erstaunlich oft waren es die Opas, die ihre Enkel bei uns angemeldet haben“, erklärte er. Dass es am Ende ausschließlich Jungs waren, die das Ferienangebot nutzten, erstaunte ihn schon ein wenig. „Ich muss aber sagen, wir haben einen sehr harmonischen Tag, alle hören gut und sind mit großem Eifer bei der Sache“, sagte er. Neben den zahlreichen Aktionen rund ums Fliegen sorgte auch das gemeinsame Grillen für das Wohlbefinden der jungen Gäste. Oliver Stürmer hatte sich zusammen mit Lothar Melchior, DMFV Gebietsbeauftragter für das Saarland, noch etwas einfallen lassen. Der DMFV hatte 50 Stck. des Wurfgleiters Piccolino für die Ferienfreizeit zur Verfügung gestellt. Nach dem gemeinsamen Basteln der Wurfgleiter ging es nach dem Essen zum ersten Mal auf die große Wiese unterhalb des Zeltes. Dort durfte jedes Kind sein Modell starten. Der richtige Wind und auch ein bisschen Glück gehörten schon dazu, um den Flieger möglichst weit fliegen zu lassen. Am Ende hatte in dem kleinen Wettbewerb der neun Jahre alte Luca Woll aus Gresaubach die Nase vorn. Dass er dafür sogar einen Pokal bekommen würde, die ebenfalls vom DMFV gestiftet wurden, damit, erklärte der Junge, habe er nicht gerechnet. Zumal er mit neun Jahren einer der Jüngsten war. Sonst, erzählte der Junge, sei er eher beim Fußball zu Hause, auch das Tenniscamp der Ferienfreizeit will er besuchen. Den Traum vom Pilotendasein hat Luca übrigens nicht. „Das sind mir viel zu viele Knöpfe“, sagte er. „Richtig gut gefallen“ hat der Tag auf dem Modellfluggelände dem zehn Jahre alten Jan Schmitt aus Bubach. Er kam auf den zweiten Platz und war sichtlich stolz auf seinen Wurfgleitererfolg.